Gartentipps im März – So startet ihr euer Frühbeet im März!

Hallo ihr Lieben, spürt ihr auch schon diese herrliche Frühlingsenergie? Der März ist da und das heißt für alle Gartenfreunde: Es darf wieder gebuddelt werden! Wir schauen uns heute gemeinsam an, wie ihr jetzt im Frühjahr ein kleines Frühbeet für knackige Salate, frische Radieschen und leckere Möhren aufbaut und vorbereitet.

Das Frühbeet aufbauen – simpel und günstig
Ihr müsst kein Vermögen für ein großes, schweres Gewächshaus ausgeben. Kennt ihr diese kleinen, praktischen Plastik-Aufsätze oder Foliengewächshäuser für Beete? Die gibt es jetzt im Frühjahr oft günstig im Baumarkt oder auch mal beim Discounter im Angebot. Die sind genau richtig für den Start in die Saison!

Ihr setzt diese kleinen „Plastikhäuschen“ einfach auf die Erde. Achtet nur darauf, sie fest im Boden zu verankern, damit sie bei einem kräftigen Windstoß nicht gleich wegfliegen. Sie fangen die ersten Sonnenstrahlen ein und speichern die Wärme wie ein Puffer. Der große Vorteil: Wenn es im Frühsommer richtig warm wird, könnt ihr sie ganz einfach wieder abbauen und platzsparend bis zum nächsten Jahr im Schuppen verstauen.

Die Erde vorbereiten
Bevor ihr das Saatgut aussäen könnt, bereiten wir den Boden vor. Nach dem Winter ist die Erde oft noch etwas fest und verdichtet.

  • Auflockern: Schnappt euch eine kleine Harke und krümelt die Erde schön fein auf.
  • Nährstoffe: Mischt etwas frische, hochwertige Gartenerde oder reifen Kompost unter. So haben die kleinen Pflänzchen direkt einen guten Startschuss.
  • Mein Tipp: Gebt als oberste Schicht noch 3 bis 4 cm Anzuchterde darüber! So erhalten die zarten Wurzeln nach dem Keimen nicht gleich zu viele Nährstoffe, was sie sonst „verbrennen“ könnte. Wenn sie dann größer und kräftiger sind, dringen sie ganz von allein in die tieferen, nährstoffreicheren Bodenschichten ein und sind bestens versorgt.

Salat und Radieschen aussäen
Pflücksalate und Radieschen sind ein toller Beginn für das Frühbeet, weil sie auch kühleres Wetter gut vertragen. Zieht einfach flache Rillen (etwa 1 bis 2 Zentimeter tief) in die feinkrümelige Erde und streut die Samen hinein. Achtet darauf, dass die Samen nicht zu dicht beieinanderliegen, sonst nehmen sich die Pflanzen später gegenseitig den Platz weg. Danach leicht mit Erde bedecken und andrücken. Wenn ihr wegen der Pflanzabstände unsicher seid, könnt ihr auch super einfach Samen am Saatband verwenden.

Ein Trick für die Möhren-Aussaat
Möhren dürfen im Frühbeet natürlich nicht fehlen! Aber vielleicht kennt ihr das Problem: Möhrensamen keimen extrem langsam und sind so winzig, dass man sie oft viel zu dicht aussät.

Mein Tipp für euch (Vorkeimen): Mischt die Samen mit leicht feuchtem Sand in einem Glas. Legt den Deckel nur locker auf (nicht komplett verschließen, sonst schimmelt es!) und stellt das Glas für einige Tage an einen warmen Ort, zum Beispiel in die Nähe der Heizung. Sobald sich die ersten winzigen Keimlinge zeigen, gebt ihr dieses Sand-Samen-Gemisch vorsichtig etwa 1 bis 2 cm tief in die Rillen im Beet. So zeigen sich die kleinen Pflänzchen draußen viel schneller und sind durch den Sand gleichmäßig verteilt!

 Auf die richtige Pflege kommt es an
Jetzt heißt es: Pflegen, ohne zu übertreiben!

  • Richtig gießen: Wie erkennt ihr, ob die Erde zu nass oder zu trocken ist? Macht einfach den Finger-Test! Steckt euren Finger ein bis zwei Zentimeter in die Erde. Fühlt es sich dort noch feucht an? Dann müsst ihr nicht gießen. Zu viel Nässe (Staunässe) mögen die Wurzeln gar nicht, dann können sie faulen.
  • Richtig lüften: Das ist das Wichtigste beim Frühbeet! An sonnigen Tagen kann es unter der Plastikhaube extrem heiß werden. Klappt das Frühbeet tagsüber also immer ein Stück auf, damit die Luft zirkulieren kann und sich kein Schimmel bildet. Abends, wenn es kühler wird, macht ihr es einfach wieder zu, damit es eure Pflanzen nachts schön warm haben.

Erntezeit und Pflanz-Rhythmus
Wann ist es endlich soweit? Bei Radieschen und Salat könnt ihr euch oft schon nach 4 bis 6 Wochen über die erste Ernte freuen! Möhren sind eher die gemütlichen Typen, da müsst ihr mit etwa 10 bis 12 Wochen rechnen.

Ein kleiner Tipp von mir zum Schluss: Sät nicht euer gesamtes Saatgut auf einmal aus! Nutzt den „Alle-paar-Wochen-Rhythmus“. Das bedeutet: Ihr lasst noch etwas Platz im Beet und sät einfach alle 2 bis 3 Wochen („versetzt“) eine neue kleine Reihe Radieschen und Salat aus. Wenn ihr die erste Fuhre aufesst, wächst die nächste schon heran. So geht euch der Nachschub nie aus! Wer mag, kann auch noch etwas Spinat oder Frühlingszwiebeln dazwischensetzen.

Ich wünsche euch viel Spaß im Garten!

Harmonische Grüße
Svenia

 

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