Hallo Ihr Lieben,
wie in meinen Gartentipps für den September bereits angekündigt, habe ich heute das versprochene Rezept für euch! Meist schrecken wir davor zurück Hagebutten zu verarbeiten, da es mühsam ist sie aufzuschneiden und die kleinen Kerne – die ja auch als Juckpulver bekannt sind – einzeln herauszukratzen. In diesem Rezept verzichten wir darauf! Mit einem einfachen Trick sparen wir uns stundenlange Arbeit und holen uns stattdessen ganz entspannt den fruchtigen Geschmack des Spätsommers auf unser Frühstücksbrötchen.
Hier sind zwei einfache Rezepte – einmal für eine Küchenmaschine mit Kochfunktion (wie Monsieur Cuisine, Thermomix oder Cookit) und einmal ganz klassisch für den Kochtopf.
Vorbereitung für beide Varianten
Du brauchst ca. 1 kg frische Hagebutten, um am Ende etwa 500 g reines Fruchtmark für die Marmelade zu erhalten.
- Hagebutten waschen.
- Jeweils den schwarzen Blütenansatz und den Stiel abschneiden. (Tipp: Zieh dir dafür am besten Einweghandschuhe an, falls doch mal eine Hagebutte aufplatzt – die feinen Härchen jucken sonst an den Händen).
- Die Früchte bleiben ganz, sie werden nicht entkernt!
Variante 1: Hagebuttenmarmelade z.B. im Monsieur Cuisine
Zutaten für den Kochvorgang:
- 500 g gewonnenes Hagebuttenmark (aus ca. 1 kg frischen Früchten)
- 250 g Gelierzucker (2:1)
- 2 EL Zitronensaft
- Zum Weichkochen: ca. 200 ml Apfelsaft oder Wasser
Zubereitung:
- Weichkochen: Die vorbereiteten, ganzen Hagebutten mit dem Apfelsaft (oder Wasser) in den Mixtopf geben. Für 25 Minuten | 100 °C | Stufe 1 weichkochen.
- Passieren (Handarbeit): Die weiche Masse aus dem Mixtopf in ein feines Sieb oder eine Flotte Lotte geben und kräftig durchstreichen. Die Kerne und harten Schalen bleiben zurück, unten hast du das wunderbar feine Hagebuttenmark. Den Mixtopf kurz ausspülen.
- Marmelade kochen: 500 g von dem Hagebuttenmark abwiegen und zusammen mit dem Gelierzucker und dem Zitronensaft zurück in den Mixtopf geben. Alles für 10 Minuten | 100 °C | Stufe 2 aufkochen. (Sobald es sprudelnd kocht, ab da ca. 4 Minuten kochen lassen).
- Abfüllen: Gelierprobe machen (einen Löffel Marmelade auf einen kleinen Teller geben – wird sie fest, ist sie fertig). Die heiße Marmelade sofort in saubere, sterilisierte Gläser füllen, fest verschließen und für 5 Minuten auf den Kopf stellen.
Variante 2: Hagebuttenmarmelade klassisch im Kochtopf
Zutaten:
- 500 g gewonnenes Hagebuttenmark (aus ca. 1 kg frischen Früchten)
- 250 g Gelierzucker (2:1)
- 2 EL Zitronensaft
- Zum Weichkochen: ca. 250 ml Apfelsaft oder Wasser
Zubereitung:
- Weichkochen: Die vorbereiteten, ganzen Hagebutten zusammen mit dem Apfelsaft oder Wasser in einen großen Topf geben. Aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel ca. 30 bis 40 Minuten weichköcheln lassen. Ab und zu umrühren. Wenn die Flüssigkeit verdampft ist, noch einen kleinen Schuss Wasser nachgeben. Die Hagebutten müssen richtig schön weich und matschig sein.
- Passieren: Die heiße Masse durch ein Haarsieb oder die Flotte Lotte streichen, sodass du das reine Fruchtmark auffängst.
- Marmelade kochen: 500 g von dem Mark mit dem Gelierzucker und dem Zitronensaft in den (vorher ausgespülten) Topf geben. Unter Rühren sprudelnd aufkochen lassen. Ab dem Moment, wo es richtig kocht, genau 4 Minuten unter ständigem Rühren weiterkochen lassen.
- Abfüllen: Gelierprobe machen, kochend heiß in Gläser abfüllen, verschließen und abkühlen lassen.
Ein kleiner Geschmacks-Tipp: Hagebutte harmoniert unheimlich gut mit Vanille. Wenn du magst, kannst du beim Marmeladekochen im letzten Schritt (egal ob in der Maschine oder im Topf) noch etwas Vanilleextrakt oder das Mark einer halben Vanilleschote dazugeben. Das rundet den leicht säuerlichen Geschmack perfekt ab!
Lasst es euch schmecken!
Herzlichst eure
Svenia















