Die Welt draußen ist in ein strahlendes Weiß gehüllt. Alles wirkt ein wenig leiser, friedlicher und magischer. Während viele Menschen über die Kälte klagen und die oft negative, fast panische Berichterstattung ihr Übriges tut, gibt es so viele Gründe, diese kostbaren Momente in vollen Zügen zu genießen.
Es gibt kaum
etwas Schöneres als einen Spaziergang im Neuschnee. In solchen Augenblicken erinnere ich mich daran, wie herrlich es als Kind war, sich einfach rücklings in den Schnee zu werfen und Schnee-Engel zu machen. Einen Schneemann zu bauen, mit Freunden zu rodeln oder eine Schneeballschlacht anzuzetteln – das war pure Freude und Spaß.
Unvergessen sind die Zeiten, als die Alster noch sicher zufror und wir dort Schlittschuhlaufen konnten. Damals war das ganz normal und doch jedes Mal wieder faszinierend. Es ist fast ein wenig schade, dass Kinder das heute nicht mehr so oft erleben können. Doch die reine, klare Luft ist geblieben: Jeder Atemzug fühlt sich an wie eine kleine innere Reinigung, begleitet vom herrlichen Knirschen unter den Sohlen.
Ein Schutzschild für den Garten
Der
Schnee ist nicht nur eine Wohltat für die Seele, sondern auch ein Segen für die Natur. Er fungiert als natürliche Isolierschicht. Unter der weißen Decke bleibt die Temperatur konstanter, was empfindliche Pflanzen und Wurzeln vor dem Austrocknen durch die eisigen Winde schützt. Zudem ist Schnee ein idealer Feuchtigkeitsspeicher.
Wenn er langsam schmilzt, wird das Wasser sanft direkt an den Boden abgegeben – ein perfekter Vorrat für das Erwachen im Frühjahr.
Überlebenskünstler im Winter
Doch was machen eigentlich die Tiere und Insekten? Es ist beeindruckend, mit welchen Strategien sie der Kälte trotzen. Vögel und Säugetiere plustern ihr Gefieder oder ihr Fell auf, um Luftschichten als Isolierung zu nutzen.

Rehe und Hasen finden selbst unter der Schneedecke noch Gräser und Rinden.
Die meisten Insekten befinden sich in einer sogenannten Kältestarre und verstecken sich im Boden, unter Laub oder in hohlen Pflanzenstängeln. Hier hilft ihnen der Schnee sogar: Er wirkt wie eine isolierende Decke über ihrem Versteck und verhindert, dass sie extremen Minusgraden schutzlos ausgeliefert sind. Mäuse wiederum bauen oft ganze Tunnelsysteme in der Schicht direkt über dem Boden. Dort sind sie vor dem Wind geschützt und für ihre Fressfeinde schwerer zu entdecken.
Genieße den Moment! Der Winter lädt uns ein, einen Gang herunterzuschalten und innezuhalten. Nutzen wir die Zeit, um die Schönheit der Natur zu bewundern, die klare Luft zu atmen und uns an dem glitzernden Weiß zu erfreuen – bevor der Frühling Einzug hält und wieder alles zum Erblühen bringt.
Ich wünsche Euch ein wunderschönes weißes Wochenende!
Liebe Grüße
Svenia