Gartenarbeiten Februar

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Gartentipps im Januar – Teil 3: Pflanzwahl & Zukunftsblick – Klima-Resilienz trifft auf Ertragsanbau

Im letzten Schritt der Gartenplanung geht es darum, Leben in ein Layout zu bringen. Ein moderner Kleingarten muss heute zwei große Herausforderungen meistern: Er soll die vorgeschriebene Ernte liefern (kleingärtnerische Nutzung) und gleichzeitig mit immer heißeren, trockeneren Sommern klarkommen. So plant Ihr nachhaltig und ressourcenschonend.

Anbau nach Vorschrift: Die moderne Interpretation
Die Pflicht zum Anbau von Obst und Gemüse (die „kleingärtnerische Nutzung“) ist kein Hindernis, sondern eine Chance für frische Bio-Qualität direkt vor der Haustür. Für Familien eignen sich besonders:

  • Naschgarten statt mühsamer Äcker: Pflanzt Beerensträucher (Johannisbeeren, Stachelbeeren, Heidelbeeren). Diese zählen zum Nutzpflanzen-Anteil, sind pflegeleicht und bei Kindern heiß begehrt.
  • Hochbeete: Sie sind rückenschonend, begrenzen den Unkrautwuchs und erfüllen die Anbau-Quote auf ästhetische Weise. Zudem lassen sie sich wunderbar als Raumtrenner einsetzen.
  • Obstbäume auf schwachwüchsigen Unterlagen: In Kleingärten sind riesige Apfelbäume oft nicht erlaubt. Wählt Spindel- oder Säulenobst – das spart Platz, ist leichter zu ernten und liefert dennoch hohen Ertrag.

Klima-Resilienz: Den Garten wetterfest machen
Der Klimawandel stellt uns vor neue Aufgaben. Ein „klimaresilienter“ Garten benötigt weniger Pflege und übersteht auch Hitzeperioden ohne tägliches stundenlanges Gießen.

  • Trockenheitskünstler wählen: Setzt im Ziergarten-Anteil auf Stauden wie Steppensalbei, Fetthenne oder Lavendel. Diese lieben die Sonne und benötigen kaum Zusatzwasser.
  • Schattenspender planen: Ein Hausbaum (z. B. ein Birnen oder ein Apfelbaum) senkt die Temperatur im Garten spürbar und schützt die Kinder beim Spielen vor UV-Strahlung.
  • Der Boden als Wasserspeicher: Humusreicher Boden speichert Wasser wie ein Schwamm. Regelmäßiges Kompostieren führt dem Garten Nährstoffe zurück und verbessert die Bodenstruktur.

Ressourcenschonung: Wasser ist kostbar
Gerade in Kleingartenanlagen ist Wasser oft ein Thema. Effizienz ist hier das Zauberwort:

  • Mulchen: Bedeckt offene Bodenflächen unter Sträuchern und in Beeten mit Rasenschnitt oder Rindenmulch. Das verhindert die Verdunstung und unterdrückt Unkraut.
  • Regenwassernutzung: Installiert an der Laube ein effizientes System aus Regentonnen. Regenwasser ist kalkfrei und ideal für die meisten Pflanzen – und es kostet nichts.
  • Gezielte Bewässerung: Gießt lieber seltener, aber dafür durchdringend in den frühen Morgenstunden. Das fördert tiefgehende Wurzeln, die die Pflanzen unabhängiger von kurzen Trockenphasen machen.

Mit dieser dreiteiligen Planung verwandelt sich eine einfache Parzelle in ein lebendiges Ökosystem und ein zweites Zuhause für Eure Familie. Wenn Ihr die Drittel-Regelung als hilfreiches Grundgerüst statt als starre Regel begreift und auf klimafreundliche Pflanzen setzt, schafft Ihr einen Ort, der Euch über Jahrzehnte Freude bereitet.

Harmonische Grüße
Svenia

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Gartentipps im Januar – Teil 2: Gartenplanung – Struktur & Layout – Das Grüne Wohnzimmer

Heute geht es an die Raumplanung. Ein Kleingarten hat begrenzte Maße, aber mit der richtigen Struktur wirkt er weitläufig, gemütlich und bietet Platz für die ganze Familie. Das Ziel: Den Garten so zu gliedern, dass er zum „erweiterten Wohnzimmer“ wird, ohne dabei den Charakter einer Kleingartenparzelle zu verlieren.

Zonierung: Räume schaffen ohne Wände
Ein Garten wirkt dann besonders einladend, wenn man nicht alles auf den ersten Blick sieht. Durch geschickte Aufteilung entstehen verschiedene „Gartenzimmer“:

  • Der soziale Mittelpunkt: Die Terrasse an der Laube ist meist das Herzstück. Plant hier genug Platz für einen Esstisch ein. Markisen oder eine begrünte Pergola dienen als natürliches Dach und schaffen Geborgenheit.
  • Sanfte Trennungen: Statt harter Zäune können Sie innerhalb des Gartens Beerensträucher oder halbhohe Staudenbeete nutzen, um den Spielbereich vom Gemüsebeet optisch zu trennen. Das erhält die Offenheit und erfüllt gleichzeitig die Vorgaben zur kleingärtnerischen Nutzung.
  • Sichtachsen nutzen: Plant Wege nicht immer schnurgerade. Ein leicht geschwungener Weg oder eine geschickt platzierte Bank am Ende einer Sichtachse lassen auch kleine Parzellen tief und spannend wirken.

Outdoor-Living für die Familie: Komfort trifft Funktionalität
Damit der Garten wirklich zum Wohnzimmer wird, muss der Komfort stimmen. Im Kleingarten ist jedoch die Bodenversiegelung (Steinplatten) streng begrenzt.

  • Durchlässige Beläge: Nutzt für Wege und Sitzplätze statt versiegelter Flächen lieber wasserdurchlässige Materialien wie Holzhackschnitzel, das schont das Mikroklima.
  • Multifunktionale Möbel: In einem Familiengarten ist Platz wertvoll. Truhenbänke bieten Sitzgelegenheit und verstauen gleichzeitig Sandspielzeug oder Polster.
  • Sicherheit im Blick: Achtet bei der Struktur darauf, dass potenziell gefährliche Bereiche (wie ein kleiner ökologischer Teich oder die Regentonne) gesichert sind, aber dennoch von der Hauptterrasse aus im Blickfeld liegen.

Die Laube als Rückzugsort integrieren
Die Gartenlaube ist im Kleingarten auf maximal 24 qm Grundfläche (inklusive überdachtem Freisitz) begrenzt.

  • Außen und Innen verbinden: Gestaltet den Übergang von der Laube zur Terrasse fließend. Große Kübelpflanzen oder ein Kräuterregal direkt an der Wand lassen die Grenze zwischen „drinnen“ und „draußen“ verschwimmen.
  • Stauraum nach oben: Da die Grundfläche begrenzt ist, nutzt die Wände der Laube für vertikale Gärten oder Werkzeughalterungen, um die Bodenfläche für die Familie frei zu halten.

Mein Tipp für die Planung:
Greift zu Papier und Stift (oder einer App) und zeichnet eure Parzelle maßstabsgetreu auf. Markiert zuerst die festen Elemente (Laube, Bestandsbäume) und verteilt dann die drei Drittel (Nutzen, Zierde, Erholung). So seht Ihr sofort, ob Eure Ideen mit der Drittel-Regelung harmonieren.

Bis zum nächsten Mal – Harmonische Grüße
Svenia

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Gartentipps im Januar – Teil 1: Gartenplanung – Von der Vision zur Fläche bis zum Bedarfscheck für Familien & naturnahes Design

Der Traum vom eigenen Kleingarten beginnt meist mit einem Bild im Kopf: spielende Kinder, frisches Gemüse und laue Sommerabende auf der Terrasse. Doch bevor der erste Spatenstich erfolgt, steht eine kluge Planung an. Im Kleingarten gilt es dabei, eine besondere Balance zu finden – zwischen den individuellen Bedürfnissen der Familie, der Liebe zur Natur und den Regeln des Bundeskleingartengesetzes.

Der Familien-Check: Wer braucht was?
Ein Garten für Familien muss ein Multitalent sein. Er ist Abenteuerspielplatz, Ruheoase und Lernort zugleich. Erstellt zu Beginn eine Wunschliste, priorisiert diese:

  • Aktivzonen: Wo ist der beste Platz für den Sandkasten oder ein Spielhaus? Tipp: Platziert Spielbereiche so, dass sie von der Terrasse oder der Laube aus gut einsehbar sind, aber nicht die gesamte sonnige Mitte des Gartens beanspruchen.
  • Ruheinseln: Brauchen die Eltern eine Hängematte oder einen geschützten Rückzugsort?
  • Lernorte: Ein eigenes kleines Beet für die Kinder (z. B. mit schnell wachsenden Radieschen oder Sonnenblumen) weckt schon früh das Verständnis für die Natur.

Naturnah von Anfang an: Vielfalt statt Rasenwüste
Ein moderner Kleingarten darf – und soll – leben! Naturnahe Gestaltung bedeutet nicht Wildwuchs, sondern gezielte Vielfalt. Das ist nicht nur gut für das Gewissen, sondern auch für die Kinder, die hier die Natur hautnah erleben können.

  • Wilde Ecken zulassen: Eine kleine Ecke mit Brennnesseln oder eine Benjeshecke (Totholzhecke) bietet Unterschlupf für Igel und Nahrung für Schmetterlingslarven.
  • Heimische Vielfalt: Setzt bei der Planung auf heimische Sträucher wie die Felsenbirne oder den Holunder statt auf exotische Zierhölzer. Sie sind robuster und ökologisch wertvoller.

Die „Drittel-Regelung“: Das rechtliche Gerüst
Wer im Kleingarten plant, muss die Drittel-Regelung im Hinterkopf haben. Auch wenn man am liebsten nur Rasen für die Kinder oder nur eine riesige Terrasse hätte, schreibt das Kleingartenwesen eine grobe Aufteilung vor:

  1. Ein Drittel kleingärtnerische Nutzung: Hier wachsen Obst und Gemüse für den Eigenbedarf.
  2. Ein Drittel Ziernutzung: Hier ist Platz für Blumenbeete, Ziersträucher und Rasenflächen.
  3. Ein Drittel bauliche Nutzung: Dazu zählen die Gartenlaube, Wege und Sitzplätze.

Zu diesem Thema habe ich bereits einen Artikel veröffentlicht:  https://harmonic-lifetime.de/rechtliches-rund-um-den-kleingarten/regelkonformes-kleingaertnern-in-hamburg-kleingaertnerische-nutzung/

Mein Tipp: Plant das Nutzpflanzen-Drittel direkt „kindgerecht“. Naschhecken mit Himbeeren, Erdbeeren oder Johannisbeeren zählen zur kleingärtnerischen Nutzung und sind bei Kindern der absolute Renner!

Wie geht beim nächsten Mal in Teil 2 der Gartenplanung weiter?
Dieser erste Schritt stellt sicher, dass Euer Garten nicht nur schön aussieht, sondern auch Bestand hat und allen Familienmitgliedern gerecht wird. Beim nächsten Mal beschäftigen wir uns damit, neue offen Räume und Rückzugsmöglichkeiten zu erschaffen.

Bis zum nächsten Mal – Harmonische Grüße
Svenia

 

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Winterzauber – Warum der Schnee ein wahres Geschenk ist

Die Welt draußen ist in ein strahlendes Weiß gehüllt. Alles wirkt ein wenig leiser, friedlicher und magischer. Während viele Menschen über die Kälte klagen und die oft negative, fast panische Berichterstattung ihr Übriges tut, gibt es so viele Gründe, diese kostbaren Momente in vollen Zügen zu genießen.

Es gibt kaum etwas Schöneres als einen Spaziergang im Neuschnee. In solchen Augenblicken erinnere ich mich daran, wie herrlich es als Kind war, sich einfach rücklings in den Schnee zu werfen und Schnee-Engel zu machen. Einen Schneemann zu bauen, mit Freunden zu rodeln oder eine Schneeballschlacht anzuzetteln – das war pure Freude und Spaß.

Unvergessen sind die Zeiten, als die Alster noch sicher zufror und wir dort Schlittschuhlaufen konnten. Damals war das ganz normal und doch jedes Mal wieder faszinierend. Es ist fast ein wenig schade, dass Kinder das heute nicht mehr so oft erleben können. Doch die reine, klare Luft ist geblieben: Jeder Atemzug fühlt sich an wie eine kleine innere Reinigung, begleitet vom herrlichen Knirschen unter den Sohlen.

Ein Schutzschild für den Garten

Der Schnee ist nicht nur eine Wohltat für die Seele, sondern auch ein Segen für die Natur. Er fungiert als natürliche Isolierschicht. Unter der weißen Decke bleibt die Temperatur konstanter, was empfindliche Pflanzen und Wurzeln vor dem Austrocknen durch die eisigen Winde schützt. Zudem ist Schnee ein idealer Feuchtigkeitsspeicher.

Wenn er langsam schmilzt, wird das Wasser sanft direkt an den Boden abgegeben – ein perfekter Vorrat für das Erwachen im Frühjahr.

Überlebenskünstler im Winter
Doch was machen eigentlich die Tiere und Insekten? Es ist beeindruckend, mit welchen Strategien sie der Kälte trotzen. Vögel und Säugetiere plustern ihr Gefieder oder ihr Fell auf, um Luftschichten als Isolierung zu nutzen.

Rehe und Hasen finden selbst unter der Schneedecke noch Gräser und Rinden.

Die meisten Insekten befinden sich in einer sogenannten Kältestarre und verstecken sich im Boden, unter Laub oder in hohlen Pflanzenstängeln. Hier hilft ihnen der Schnee sogar: Er wirkt wie eine isolierende Decke über ihrem Versteck und verhindert, dass sie extremen Minusgraden schutzlos ausgeliefert sind. Mäuse wiederum bauen oft ganze Tunnelsysteme in der Schicht direkt über dem Boden. Dort sind sie vor dem Wind geschützt und für ihre Fressfeinde schwerer zu entdecken.

Genieße den Moment! Der Winter lädt uns ein, einen Gang herunterzuschalten und innezuhalten. Nutzen wir die Zeit, um die Schönheit der Natur zu bewundern, die klare Luft zu atmen und uns an dem glitzernden Weiß zu erfreuen – bevor der Frühling Einzug hält und wieder alles zum Erblühen bringt.

Ich wünsche Euch ein wunderschönes weißes Wochenende!

Liebe Grüße
Svenia

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Moin liebe Gartenfreunde – Willkommen im Gartenjahr 2026!

Ich hoffe, Ihr hattet einen gemütlichen Jahreswechsel und konntet in den letzten Wochen ordentlich Energie tanken.

Auch wenn sich unsere Gärten gerade noch unter einer kleinen Winterruhe verstecken, kribbelt es mir schon wieder in den Fingern – geht es euch auch so?

Das Jahr 2026 liegt wie ein frisch geharktes Beet vor uns, bereit, von uns bepflanzt zu werden.

In diesem Jahr möchte ich auf unserer Seite noch mehr den Fokus darauf legen, was das Kleingärtnern so besonders macht: Es ist nicht nur das Buddeln in der Erde, sondern unser kleiner Rückzugsort vom Trubel der Stadt. Es ist ein wunderbares Gefühl, etwas mit den eigenen Händen anzupflanzen und aufzuziehen.

Neben praktischen Tipps zur Pflege unserer Parzellen wollen wir uns dieses Jahr auch mal anschauen, wie wir altbewährte Gemüsesorten wiederentdecken können, die schon unsere Großeltern geliebt haben. Außerdem freue ich mich auf den Austausch mit Euch über das „Abenteuer Gemeinschaft“ – denn über den Gartenzaun schnacken und sich gegenseitig zu helfen, macht unsere Gärten erst richtig lebendig.

Bevor wir aber die ersten Samentüten öffnen, steht die erste wichtige Aufgabe im Kalender, damit unsere Obstbäume uns im Sommer mit Schatten und süßen Früchten belohnen.

  • Februar: Der Startschuss Wir bringen unsere Obstbäume in Form (denkt an die Hamburger 4-Meter-Regel!) und checken unser Werkzeug. Die ersten Chili- und Paprikasamen dürfen schon auf die warme Fensterbank.

  • März: Das Erwachen Sobald der Boden offen ist, ziehen die ersten robusten Salate und Radieschen ins Frühbeet. Wir bereiten die Erde vor und freuen uns über die ersten Krokusse und Schneeglöckchen.

  • April: Bunte Vielfalt Es wird Zeit für die Kartoffeln! Zudem schauen wir uns gemeinsam an, welche „alten Schätze“ (regionale Gemüsesorten) dieses Jahr in unsere Beete einziehen.

  • Saison-Highlight: Nach den Eisheiligen, ist die optimale Zeit für eine erste gemeinsame Frühjahrsaktivität. Wie wäre es mit einer Pflanzentauschbörse bei  Kaffee und Kuchen? Das ist die beste Gelegenheit für das „Abenteuer Gemeinschaft“ – klönen, tauschen und Tipps von den erfahrenen Nachbarn erhalten.

Ich wünsche Euch ein fantastisches, gesundes und grünes Jahr 2026.

Herzliche Grüße

Svenia

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Gartentipps November

Hallo Ihr Lieben,

auch wenn, das Wetter zur Zeit nicht so schön ist, ruft uns unser Garten. Es gibt noch einiges zu tun. Hier einige Beispiele:

Pflegearbeiten

  • Stauden zurückschneiden und teilen
  • Hecken und Bäume schneiden
  • Herbstlaub nicht entsorgen, sondern im Garten verwenden, z.B. unter den Hecken oder auf den (Stauden-)Beeten ausbringen
  • Letzter Rasenschnitt

Pflanzen

  • Knoblauch und Wintersteckzwiebeln setzen
  • Herbststauden (Herbstanemonen, Sonnenhut), frostharte Gehölze
  • Blumenzwiebeln fürs Frühjahr setzen (Tulpen, Narzissen, Schneeglöckchen, Krokusse etc.)
  • Wurzelnackte Rosen pflanzen

Aussaat

  • Gemüse und Co: Wintersalat, Wintererbse direkt ins Beet – im Gewächshaus oder Frühbeet (Gartenkresse, Rucola, Zuckererbsen, Feldsalat, Postelein, Spinat)
  • Blumen: Kornblume, Klatschmohn, Veilchen, Rittersporn

Ernte

  • Gemüse: Kürbis, Herbstrüben, Spitzkohl
  • Obst: Äpfel, Quitten, Trauben, Kiwis

Sonstige Arbeiten

  • Vermehrung durch Steckhölzer (Hartriegel, Rosen, Johannisbeeren)
  • Nistkästen reinigen
  • Kübelpflanzen, Gartenmöbel, Trampoline, Kinderspielzeug etc. einlagern
  • Gartenhäuser, Freisitze und Regentonnen winterfest machen

Ich wünsche Euch einen tollen November!

Svenia

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Gartentipps im August

Der August – Urlaub, Ferien, Sonne, Wasser, Strand, ganz viel Spaß und Erholung. Einige von Euch fahren länger weg und lassen den Garten mal Garten sein… Andere genießen gerade den Sommer im Garten, wo alles blüht und man viele leckere Dinge direkt vom Strauch essen kann.

Egal, was Ihr macht, ich wünsche Euch eine wundervolle Zeit.

Hier einige Tipps für Euch:

Pflegearbeiten

  • Schneiden – Heidelbeere, Kirsche, Brombeere, Kletterrose und Schnittrose (einmalblühend), Hartriegel, Blauregen (Seitentriebe auf 40-50 cm zurückschneiden)

Pflanzen

  • Erdbeeren und Heidelbeeren
  • Stauden, Hecken, Bodendecker

Aussaat

  • Gemüse und Co: Kohlrabi, Mangold, Grünkohl, Chinakohl, Pak Choi, Petersilie, Spinat, Möhre, Rettich, Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Radieschen und Salate wie Radicchio, Rucula, Winterpostelein oder Feldsalat
  • Blumen: Kamille, Kornblume, Ringelblume
  • Gründungen: Senf, Lupinen, Phazelia, Klee

Ernte

  • Gemüse: Tomaten, Rote Beete, Chilli, Gurke, Bohnen, Fenchel, Kartoffeln,
  • Obst: Aprikosen, Mirabellen, Pfirsiche, Äpfel, Beeren

Sonstige Arbeiten

  • Letzte Düngung August/September – Rasen
  • Letzte Düngung – Tomaten, Chilli und Paprika
  • Mulchen – Gemüsebeete
  • Stauden, die im Frühjahr geblüht haben, können jetzt sehr gut geteilt werden

 Ansonsten, einfach mal den Tag genießen!!

Herzlichst Eure

Svenia

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Feuer und Flamme

Hallo Ihr Lieben,

ich war vor ein paar Tagen bei einem Sicherheitstraining und durfte mich mal so richtig mit einem Feuerlöscher austoben und kleinere Brände löschen. Das hat sehr viel Spaß gemacht! Mal ehrlich, habt ihr nicht auch schon immer mal so ein Ding ausprobieren wollen?

An diesem Tag habe ich einige spannende Dinge gelernt, die ich unbedingt mit euch teilen möchte. Der Dozent, ein Praktiker durch und durch, war einfach klasse. Sein Motto war „Einfach mal über dieses Thema nachdenken. Nicht übertreiben und keine Panik schieben“.

Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie ihr ein Feuer vermeiden könnt? Oder wie ihr aus der Wohnung kommt, falls der Rauchmelder mal losgeht? Und mal ehrlich: Habt ihr zu Hause oder im Kleingarten einen Feuerlöscher? Wenn ja, was ist es für einer und lasst ihr ihn regelmäßig warten oder austauschen?

Brandschutz im Alltag – So bleibt dein Zuhause sicher!
Oft sind es kleine Unachtsamkeiten, die zu einem Brand führen können. Die häufigsten Brandursachen der letzten Jahre sind auf Elektrizität zurückzuführen. Oft sind es defekte Kabel oder Mehrfachsteckdosen, die hintereinandergeschaltet wurden. Achtet darauf, dass eure Kabel nicht geknickt oder ihr zum Beispiel nicht mit eurem Schreibtisch- oder Gamingstuhl darüberfahrt. Das kann zu Kabelbränden führen. Und wenn ihr Mehrfachsteckdosen hintereinander schaltet, besteht die Gefahr einer Überlastung und Überhitzung.

Kennt ihr das auch? Der Flur ist der perfekte Ort, um Dinge zu lagern, die man am nächsten Morgen nicht vergessen will – sei es Altpapier für den Container oder der Wäscheständer. Ich hatte meinen Wäscheständer auch oft direkt neben der Eingangstür stehen, weil er da am wenigsten gestört hat. Aber mal ganz ehrlich und mit dem Blick auf den Brandschutz: sehr unklug!

Im Brandfall hätte ich mir den Ausgang selbst versperrt. Und wir gut brennen bitte Papier oder Kleidung? Merker ab heute: Ein freier Flur kann Leben retten!

Ihr seht, es ist wirklich keine große Sache, euer Zuhause sicherer zu machen, wenn man mit gesundem Menschenverstand an das Thema herangeht.

Fettbrand – Was tun, wenn es brennt?
Ein weiteres wichtiges Thema ist der Fettbrand. Auch wenn Frittieren in der Pfanne oder Wok durch moderne Haushaltsgeräte seltener wird, passiert es immer noch. Der Tipp des Dozenten war auch zu diesem Thema einfach und gut:

Haltet beim Frittieren kein Wasser griffbereit in der Nähe! Man greift instinktiv danach, wenn etwas zu heiß wird oder brennt – aber die Kombination aus heißem Fett und Wasser ist mehr als unglücklich. Ich sag’ nur: Fettexplosion!

Deshalb: Wasser weg und lieber einen kleinen Mini-Fettbrandlöscher neben die Herdplatte stellen. Das ist eine kleine Spraydose mit 150 ml, die nur rund 10 € kostet. Eine gute Investition! 

Feuerlöscher – Vorsicht bei günstigen Angeboten
Falls ihr darüber nachdenkt, einen Feuerlöscher für zu Hause, das Auto oder den Kleingarten zu kaufen, kauft diesen nicht, weil er gerade im Supermarkt im Angebot ist. Bei diesen Angeboten handelt es sich meistens um Pulverlöscher. Wenn ihr sie im Innenraum einsetzt, legt sich dieses feine Pulver in die kleinsten Ritzen des gesamten Innenraums. Es beschädigt nicht nur sämtliche Elektrogeräte, sondern macht den gesamten Wohnraum dauerhaft unbrauchbar.

Informiert euch lieber vorher im Fachhandel. Dort bekommt ihr die richtige Beratung für euren Einsatzzweck.

Lithium-Ionen-Akkus – Wie gehe ich richtig damit um?
Sehr spannend war das Thema Lithium-Ionen-Akkus. Auch hier könnt ihr mit einfachen Mitteln für mehr Sicherheit sorgen. Die meisten Brände entstehen während des Ladevorgangs. Hier seine wichtigsten Tipps:

  • Ladet die Akkus immer unter Aufsicht. So könnt ihr schnell reagieren, falls sich ein Brand entwickelt.
  • Besorgt euch für die Akkus eures E-Bikes oder E-Scooters spezielle Aufladetaschen. Die Hauptfunktion dieser Taschen ist es, die Flammen und die Hitzeentwicklung einzudämmen. Das feuerfeste Material soll verhindern, dass sich das Feuer auf die Umgebung ausbreitet. Das verschafft euch im Brandfall wertvolle Zeit.
  • Lasst euch von einem Experten beraten.

Eine Lagerung von Akkus in einer Aluminiumkiste war auch eine interessante Anregung. Aluminium leitet Wärme gut ab, was dazu beitragen kann, eine moderate Lagertemperatur zu halten. Das ist besonders im Sommer in Gartenlauben interessant, da diese sich sehr aufheizen können. Im Winter nehme ich meine Akkus immer mit nach Hause, damit sie in der unbeheizten Gartenlaube keinen extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind.

Mein Fazit
Es lohnt sich wirklich, sich mit dem Thema Brandschutz auseinanderzusetzen. Vielleicht könnt ihr das sogar gemeinsam als Familie tun. Schaut euch zusammen mit euren Kindern in eurem Zuhause um und sprecht mit ihnen über die Gefahren von defekten Kabeln. Erklärt ihnen die Rauchmelder, löst sie mal aus, veranstaltet ein Quiz. Spielerisch kann man gerade mit Kindern sehr viel erreichen.

Wir haben zum Beispiel im Dunkeln eine Evakuierung aus der Wohnung geübt und sind am Boden entlang gerobbt. Das hat allen viel Spaß gemacht. Oft kennen die Kinder Notfallübungen schon aus dem Kindergarten oder der Schule. Je selbstverständlicher wir mit diesem Thema umgehen und wissen, was im Ernstfall zu tun ist, desto besser können wir reagieren.

Mein Tipp: Meldet euch in eurer Firma als Brandschutzhelfer. Dann bekommt ihr regelmäßig Schulungen und wisst im Notfall, wie man regieren muss und einen klaren Kopf behalten kann.

Herzliche Grüße
Svenia

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Heckenschnitt – Wann ist der beste Zeitpunkt?

Hallo ihr Lieben,

der Sommer steht vor der Tür und mit ihm die Frage, wann dürfen wir unsere Hecken schneiden? In diesem Zusammenhang fällt immer wieder das Stichwort „Johanni“ zur Bestimmung des Zeitpunktes.

Johanni und der Heckenschnitt

Johanni, also der 24. Juni, wird oft als Startschuss für den Heckenschnitt genannt und missverstanden. Es stimmt, schonende Form- und Pflegeschnitte sind erlaubt, um den jährlichen Zuwachs zu entfernen und die Hecke gesund zu halten.

Bevor ihr losschneidet, nehmt euch bitte die Zeit und schaut ganz genau nach, ob sich ein Nest oder gar Jungvögel in eurer Hecke befinden. Wenn ja, die Heckenschere weglegen und warten, bis die Vögel ausgeflogen sind. Der Schutz unserer Tierwelt hat Vorrang!

Das Bundesnaturschutzgesetz regelt sehr genau, wann wir zur Heckenschere greifen dürfen. Im Zeitraum vom 1. März bis zum 30. September sind Radikalschnitte verboten.

Während dieser Zeit sind unsere Hecken ein sicheres Zuhause für brütende Vögel und viele andere kleine Wildtiere. Auch wenn nach Johanni die ersten Vogelbruten vorbei sind, sind viele Arten in Norddeutschland noch fleißig am Brüten oder ziehen ihre zweite Brut auf – oft bis weit in den Juli oder sogar August hinein.

  • Amseln können bis in den Juli hinein brüten.
  • Buchfinken, Stieglitze und Sperlinge ziehen bis in den Hochsommer ihre Jungen groß.
  • Auch Zaunkönige und Grünfinken können in dieser Zeit noch brüten!

Bitte denkt daran, ein Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz kann hohe Bußgelder nach sich ziehen.

Die ideale Zeit für größere Rückschnitte ist der Zeitraum von Oktober bis Ende Februar. Dann ist die Brutzeit sicher vorbei und eure Pflanzen verkraften den Schnitt am besten.

Pflege und Schnitt

Für die Kleingärtner unter euch gibt es einiges zu beachten. Damit die Kleingartenanlage ein gepflegtes und naturnahes Bild abgibt, ist ein regelmäßiger Heckenschnitt essenziell. Hier einige Tipps, wie ihr eure Hecken optimal pflegt und gleichzeitig den Vorgaben entsprechen könnt:

  • Junge Hecken – Damit eine junge Hecke von Anfang an schön dicht wird, solltet ihr sie im ersten Jahr kräftig auf ca. 60 cm Höhe zurückschneiden.
  • Schritt für Schritt zur Wunschhöhe – Je nach Wachstum wird die Hecke dann durch Formschnitt schrittweise bis zu einer Endhöhe von 1,10 m aufgebaut. Diese Höhe ist wichtig, damit unsere Gärten schön einsehbar bleiben und Spaziergängern die Schönheit unserer Anlage nicht verwehrt wird. Die Heckenhöhe sollte die Pfortenhöhe von 1,10 m nicht überschreiten.
  • Vereinssatzung bzw. Gartenordnung – (Ziffer 13 – Pflanzen und Naturschutz) gibt dem Vorstand die Befugnis, Art, Form und Zeitpunkt des Heckenschneidens festzulegen. Wichtig ist, dass die maximale Höhe von 1,10 m (in einigen Vereinen liegt diese bei 0,90 m – 1,00 m) eingehalten wird und der Schnitt zweimal im Jahr erfolgt: einmal im Sommer nach Abschluss des Johannistriebs (nicht vor dem 24. Juni) und einmal nach Abschluss der Vegetationsperiode.
  • Breite ist gut! Die Breite der Hecke kann variieren. Breite Hecken sind ein optimaler Schutz- und Nistraum für Kleintiere – besonders schön an breiten Wegen mit Rasenstreifen!
  • Abstand halten – Um die Hecke gesund zu halten und ein Verkahlen zu verhindern, solltet ihr hinter der Hecke keine weiteren dichten oder heckenartigen Gehölze pflanzen. Sträucher auf eurer Parzelle pflanzt ihr bitte immer mit ausreichend Abstand zur Hecke.
  • Regelmäßiger Heckenschnitt – Ein jähr-licher, gleichmäßiger Heckenschnitt ist unerlässlich. So sorgen wir nicht nur für ein schönes Erscheinungsbild, sondern auch dafür, dass Wege frei bleiben – wichtig für euch, eure Besucher und im Notfall auch für Rettungskräfte.
  • Gesunde Hecken – Ein kleiner Tipp – Schneidet eure Hecken konisch. Das bedeutet, sie sollte an der Basis 20-30 cm breiter sein als an der Spitze. So bekommt auch der untere Bereich genügend Licht und die Hecke bleibt von unten her schön dicht.
  • Mulch – Eine Mulchschicht unter der Hecke wirkt Wunder! Sie fördert das Bodenleben, den Nährstoffhaushalt und sorgt für eine ausgeglichene Bodenfeuchtigkeit. Außerdem schafft sie Lebensraum für unzählige kleine Lebewesen.
  • Wildkräuter am Heckensaum – In Absprache mit dem Vereinsvorstand könnt ihr Krautsäume aus heimischen Wildkräutern wie Herzgespann, Malve, Schwarznessel oder Katzenminze entlang eurer Hecken tolerieren oder gezielt anlegen. Das schafft zusätzlichen Lebensraum und ein wichtiges Nahrungsangebot für unsere heimische Tierwelt.
  • Keine Chemie – Die Bekämpfung von Wildkräutern unter und an den Hecken mit Unkrautbekämpfungsmitteln, Kalkstickstoff, Salz oder anderen Chemikalien ist verboten.                                                (Quelle: LGH – 7.2. Merkblatt zur Heckenpflege 11/2013) 

Ich wünsche euch viel Freude an eurer gesunden Hecke.

Herzlichst eure

Svenia

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